Kaum eine Frage beschäftigt Cannabis-Patienten mehr als diese:


Jede Dauermedikation kann die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.
Daher gilt:

Fahren grundsätzlich erst, nachdem die Einstellungsphase auf das Medikament abgeschlossen ist.

Auch eine Dosisänderung bedarf einer Einstellungsphase, in der Patienten nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen sollten.

Solange ein Patient nicht auffällig fährt, erhält die Verwaltungsbehörde keine Kenntnis über eine Dauermedikation.

Ist ihr jedoch mitgeteilt worden, dass ein Teilnehmer im Straßenverkehr unter Medikation steht, so muss sie die Fahreignung überprüfen. Im Normalfall wird dies in Form einer MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) geschehen.

Der Patient kann Aufwand und Kosten reduzieren, indem er von sich aus, leider auf eigene Kosten, ein fachärztliches Gutachten bei einem Verkehrsmediziner in Auftrag gibt. Hier wird die Fahreignung durch Leistungstests nachgewiesen.

Auch das ist keine 100 % sichere Methode, einer MPU aus dem Weg zu gehen, aber eine Anordnung wird wesentlich unwahrscheinlicher, solange kein Unfallgeschehen stattgefunden hat oder andere Anzeichen einer Ungeeignetheit zum Führen von Fahrzeugen vorliegt.