Machen Sie Ihre persönliche Situation sichtbar
Politische Entscheidungen werden verständlicher, wenn sichtbar wird, was sie für betroffene Menschen konkret bedeuten. Wenn Ihre Versorgung mit Cannabisblüten betroffen ist, können Sie Ihre persönliche Situation gegenüber Abgeordneten schildern und auf die Folgen der Neuregelung aufmerksam machen.
Sie entscheiden selbst, welche persönlichen oder gesundheitlichen Angaben Sie öffentlich oder gegenüber politischen Ansprechpartner:innen machen möchten.
Abgeordnete direkt anschreiben
Was Sie beschreiben können
- Stellen Sie sich kurz vor: Ihr Alter, Ihre Erkrankung und seit wann Sie Cannabisarzneimittel erhalten.
- Beschreiben Sie Ihre heutige Situation: Was hat sich durch die Cannabistherapie gesundheitlich und in Ihrem Alltag verbessert?
- Vergleichen Sie mit der Zeit vor der Therapie: Wie ging es Ihnen damals? Welche Folgen erwarten Sie, wenn Ihre bisherige Behandlung nicht fortgeführt werden kann?
- Benennen Sie mögliche Belastungen: Welche gesundheitlichen, beruflichen und finanziellen Folgen hätte eine Unterbrechung, Umstellung oder Selbstzahlung?
- Richten Sie einen konkreten persönlichen Appell an die angeschriebene Person, zum Beispiel:
- „Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass bereits laufende und genehmigte Behandlungen nicht vermeidbar unterbrochen werden.“
- „Bitte unterstützen Sie schnelle und verbindliche Klarstellungen für Krankenkassen, Arztpraxen und Apotheken.“
- „Bitte setzen Sie sich für Übergangs-, Ausnahme- und Härtefallregelungen ein, wenn eine Umstellung aus ärztlicher Sicht nicht vertretbar ist.“
Verwenden Sie möglichst Ihre eigenen Formulierungen. Persönliche Schreiben machen die Auswirkungen auf Patient:innen deutlicher als gleichlautende Serienmails.
Achten Sie auf Ihre persönlichen Daten: Sie müssen keine Rezepte, Bescheide, Arztberichte oder anderen medizinischen Unterlagen mitsenden. Teilen Sie nur so viele Angaben zu Ihrer Erkrankung und Behandlung mit, wie Sie selbst für erforderlich halten.
An wen können Sie schreiben?
Besonders sinnvoll ist eine persönliche Nachricht an die Bundestagsabgeordneten aus Ihrem Wahlkreis. Zusätzlich können Sie sich an die gesundheitspolitischen Sprecher:innen der Bundestagsfraktionen, Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit, den Patientenbeauftragten der Bundesregierung oder das Bundesministerium für Gesundheit wenden.
Sie müssen nicht alle Stellen anschreiben. Wählen Sie die Empfänger:innen aus, denen Sie Ihre persönliche Situation schildern möchten.
Zusätzlich können Sie sich an die zentralen Kontaktstellen der Regierungsfraktionen wenden:
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag:
fraktion@cducsu.de
SPD-Bundestagsfraktion:
direktkommunikation@spdfraktion.de
Über Abgeordnetenwatch öffentlich nachfragen
Auf Abgeordnetenwatch können Sie Bundestagsabgeordneten öffentlich Fragen stellen. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um sichtbar zu machen, was die neue Regelung zur Kostenübernahme von Cannabisblüten für Sie persönlich bedeutet. Auf Abgeordnetenwatch können Sie Bundestagsabgeordnete über Namen oder Postleitzahl finden und über deren Profil eine Frage stellen.
Aktueller Hinweis: Wir hatten an dieser Stelle zunächst beispielhafte Fragen zur Verfügung gestellt. Inzwischen haben wir erfahren, dass Abgeordnetenwatch gleichlautende oder weitgehend übereinstimmende Fragen als Teil einer Kampagne einordnen und deshalb nicht veröffentlichen kann. Wir haben die Beispielfragen daher entfernt.
Bitte formulieren Sie Ihre Frage vollständig selbst und in eigenen Worten. Verwenden Sie auf Abgeordnetenwatch keine vorformulierten Musterfragen. Abgeordnetenwatch möchte eine sachliche und individuelle Kommunikation ermöglichen. Die eigentliche Frage darf höchstens 200 Zeichen lang sein. Zusätzlich stehen bis zu 1.000 Zeichen für eine Begründung, Quellen oder weitere Informationen zur Verfügung.
So können Sie vorgehen:
- Öffnen Sie Abgeordnetenwatch und suchen Sie nach Ihrer Postleitzahl oder nach einer bestimmten Bundestagsabgeordneten bzw. einem bestimmten Bundestagsabgeordneten.
- Öffnen Sie das Profil und wählen Sie „Frage stellen“.
- Formulieren Sie eine eigene Frage zu dem Punkt, der Ihnen persönlich wichtig ist.
- Nutzen Sie die zusätzliche Begründung, wenn Sie kurz schildern möchten, welche Auswirkungen die neue Regelung auf Ihre persönliche Versorgung hat. Veröffentlichen Sie dabei nur gesundheitliche oder persönliche Angaben, die Sie selbst öffentlich machen möchten.
Datenschutzhinweis:
Für eine Frage verlangt Abgeordnetenwatch den vollständigen Vor- und Nachnamen sowie eine gültige E-Mail-Adresse. Öffentlich wird der Nachname der fragenden Person abgekürzt; die befragte Abgeordnete oder der befragte Abgeordnete kann im internen Bereich den vollständigen Namen sehen.